• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
  • dark
  • light
  • leftlayout
  • rightlayout
There are no translations available.

DAS PILGERN IN DER CHRİSTLICHEN LEHRE

 

Als der Herr unserem Glaubensvater Abraham sagte:

“ Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft

und deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.”

begann Abraham’s Pilgerschaft ( Genesis 12:1 ).

 

Auf aehnliche Art bezeichnet Jakob die schweren Jahre seines Lebens als Jahre der Wanderschaft: ( Genesis 47:9 ).

Jakob sprach zum Pharao:
“ Die Zeit meiner Wanderschaft ist hundertunddreissig Jahre und reicht nicht heran
an die Zeit meiner Vaeter in ihrer Wanderschaft. “

 

Gott sagt, dass er Moses, unserem Glaubensvater Abraham, Isaak und Jakob ein anderes Land gibt

( Sie sollten als Reisende auf dieser Welt dorthin gehen. ) und ruft sie dorthin: ( Exodus 6:2 )

Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm:

“ Ich bin der Herr 3 und bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der allmaechtige Gott,
aber mit meinem Namen
HERR habe ich mich ihnen nicht offenbart. 4 Auch habe ich meinen
Bund mit ihnen aufgerichtet, dass ich ihnen geben will das Land Kanaan, das Land,
in dem sie Fremdlinge gewesen sind.”

 

 

David gibt an, dass er sich als Einer auf Wanderschaft sieht ( wie seine Vaeter ), das heisst,
er befindet sich auf einer Pilgerreise:

( Psalm 39:13 )

“ Höre mein Gebet HERR und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Traenen¸
denn ich bin ein Gast bei dir, ein Fremdling wie alle meine Vaeter. “

 

David, der das Leben in der Unendlichkeit Gottes und der Zeit als eine kurze Reise betrachtet, sagt im Lob zum Herrn :

( 1.Chronik 29:15 ) “ Denn wir dind Fremdlinge Und Gaeste von dir wie unsere Vaeter alle. Unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten und bleibet nicht. “

 

Damit meint David, dass er auf einer Reise ist, denn er ist noch nicht zu dem Punkt angelangt, wo er eigentlich sein sollte. Demnach sehnt sich David nach einem grösseren und praechtigeren Ort.

 

Diese Verse betonen die Wahrheit. In diesem kurzen Leben werden wir von einem Ort zum anderen gerufen. Tatsaechlich ist der Zeitraum vor uns in diesem sterblichen Leben eine Pilgerfahrt. Wir verstehen unter dem Begriff “ Pilgerfahrt “
eine Reise zu einem Ort ausserhalb unseres Wohnortes, die keinen touristischen oder kommerziellen Zweck hat.

 

Das Pilgern, das heisst den Besuch eines religiösen Ortes nur unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten würde aber
bedeuten, diesen Begriff unzureichend zu verstehen. Die Hinreise zu diesem Ort ist genauso wichtig wie der Gegenstand
unseres Besuches. Das heisst, das Pilgern besteht nicht allein aus dem Erreichen eines gewissen Zielpuntes. ( * 1 * )

 

Der Aufforderung Gottes zum Pilgern wohnt seine Absicht inne, seinem Volk einen besseren Ort zu geben.
Gott
ruft sein Volk aus dem Ort, in dem sie sich befinden, heraus, denn er will sie zu einem besseren Ort hinführen.
Das bedeutet: Gott ruft uns aus der Welt heraus, weil er uns einen besseren Ort, den Paradies geben will.

( Exodus 3:10 ) Geh nun hin, ich will dich zun Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten aus Aegypten führst.

 

Als Jesaja Gott fragen hört: “ Wen soll ich senden? “ , meldet er sich freiwillig für den göttlichen Auftrag.
( Jesaja 6:8 )

Den Antrieb zu der Pilgerreise gibt der göttliche Aufruf und das Ziel:

( Josua 1:2 ) Mein Knecht Mose ist gestorben; so mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gegeben habe.

( Richter 6:13 ) Gideon aber sprach zu ihm:

“ Ach mein HERR! Ist der HERR mit uns, warum ist uns dann das alles widerfahren? Und wo sind alle seine Wunder, die uns unsere Vaeter erzaehlten und sprachen: “ Der HERR hat uns aus Aegypten geführt. “ . Nun aber hat uns der HERR verstossen und in die Haende der Midianiter gegeben.14 Der HERR aber wandte sich zu ihm und sprach: “ Geh hin in dieser deiner Kraft; du sollst Israel erretten aus den Haenden der Midianiter. “

( 1. Könige 17:2 ) Da kam das Wort des HERRN zu ihm: 3Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der zum Jordan fliesst 4 und du sollst aus dem Bach trinken und ich habe den Raben gebote, dass sie dich dort versorgen sollen. “

 

( 1. Könige 17:9 ) Mach dich auf und geh nach Zarpat, das bei Sideon liegt und bleibe dort¸denn ich habe dort einer
Witwe geboten, dich zu versorgen.

 

Wir stellen auch fest, dass der Einweihung des Tempels durch Salomo eine Idee der Pilgerschaft innewohnt

( 1. Könige 8:22-61 )

31 Wenn jemand an seinem Naechsten sündigt und es wird ihm ein Fluch auferlegt, sich selbst zu verfluchen, und er kommt verflucht sich vor deinem Atlar in diesem Hause,

32 so wolltest du hören im Himmel und Recht schaffen deinen Knechten ...

35 Wenn der Himmel verschlossen wird, dass es nicht regnet, weil sie an dir gesündigt haben, und sie beten dann zu dieser Staette hin und bekennen deinen Namen und bekehren sich von ihren Sünden, weil du sie bedraengst,

36 so wollest du hören im Himmel und vergeben die Sünde deiner Knechte ınd deines Volkes Israel, dass du ihnen den guten Weg weist, auf dem sie wandeln sollen, und regnen laesst auf das Land, das du deinem Volk als Erbe gegeben hast.

38 wer dann bittet und fleht, es seien Einzelne oder dein ganzes Volk Israel,die da ihre Plage spüren, jeder in seinem Herzen, und breiten ihre Haende aus zu diesem Hause...

41 Auch wenn ein Fremder, der nicht von deinem Volk Israel ist, aus fernem Lande kommt um deines Namens willen

42 denn sie werden hören von deinem grossen Namen und von deiner deiner maechtigen Hand und von deinem ausgereckten Arm, wenn er kommt, um zu diesem Hause zu beten

43 so wollest du hören im Himmel, an dem Ort, w odu wohnst, und alles tun, worum der Fremde dich anruft, auf dass alle Völker auf Erden deinen Namen erkennen, damit auch sie dich fürchten wie dein Volk Israel, und dass sie innewerden, dass dein Name über diesem Hause genannt wird, das ich gebaut habe.

 

( Sacharja 8:20 ) So spricht der HERR Zebaoth: “ Es werden noch viele Völker kommen und Bürger vieler Staedte

 

21 und Bürger einer Stadt werden zur anderen gehen und sagen: “ Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir wollen selber hingehen. “

22 So werden viele Völker, Heiden in Scharen, kommen, den HERRN Zebaoth in Jerusalem zu suchen und den HERRN anzuflehen

23 So spricht der HERR Zebaoth: “ Zu der Zeit werden zehn Maenner aus allen Sprachen der Heiden einen jüdischen Mann beim Zipfel seines Gewandes ergreifen und sagen : “ Wir wollen mit euch gehen, denn wir hören, dass Gott mit euch ist. “

 

Als der Messias auf die Erde kam, hielt er das heilige Gesetz auf wunderbare Weise ein; er nahm an Pilgerreisen teil

( Lukas 3:41-42 ) und vollbrachte alles, was Israel zu tun hatte. Am Ende seiner Dienstzeit auf Erden ging er jedoch nach Jerusalem auf eine grössere Pilgerschaft. Er betrat den Tempel, aber er wurde nicht verstanden ; er wurde abgelehnt, weil man auf ihn keinen Wert gelegt hat.

So beendete der Messias seine Pilgerschaft am Kreuz in grossem Leiden. Die Pilgerreisen, die in Alten Testament angeführt werden, haben mit der Pilgerschaft Jesu ihre eigentliche Bedeutung gefunden und danach wurde der Gottesdienst formell geaendert.

 

Als der Messias zu einer Frau aus Samarien sprach, betonte er die Notwendigkeit dessen, dass der Gottesdienst nicht mehr auf diesem oder jenem Berge abgehalten wird, sondern nur in der Seele und der Wirklichkeit stattfinden muss.

( Johannes 4:21-23 ). Was bedeutet das nun?

 

Nachdem uns die heilige Schrift über die Tempelordnung vor der Kreuzigung Jesu unterrichtet, führt sie an:
( Hebraeer 9:10 ) Dies
sind nur aeusserliche Satzungen über Speise und Trank und verschiedene Waschungen, die bis
zur Zeit einer besseren Ordnung auferlegt sind.


In diesen Versen wird Jesus als “ Initiator einer neuen Ordnung “ angeführt. Denn, wir stellen in der Gottesdienst- und Tempelgestaltung und in den damit verbundenen Regelungen und Anwendungen formelle Aenderungen fest.

In den Versen der Hebraeerbriefe finden wir folgendes: Jesus vollbringt eine wunderbare Tat ( 11 ), für die neue Ordnung, die er bringt, bestimmt er eine neue neue Regelung durch sein eigenes Blut 8 12-14 ). Demzufolge wird Jesus zum
MITTELSMANNeines neuen Abkommens
( 15 ). Das heisst, er schafft die alte Ordnung in seinem
Körper und seiner Pilgerschaft ab (16-28 9). Genauso betonen die Verse in Hebraeer 10 diese Wahrheit:

(Hebraeer 10-8 ) Zuerst hatte er gesagt: “ Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht, obwohl sie nach dem Gesetz geopfert werden.” 9 Dann aber sprach er: “ Siehe, ich komme, zu tun, deinen Willen. “. Da hebt er das erste auf, damit er das zweite einsetzte. 10 Nach diesem willen sind wir geheiligt ein für allemal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi.

 

Auch dieses Kapitel betont auf verblüffende Weise, dass das Erste, das heisst das alte Testament durch das von Jesu gebrachte neue Testament ( das Zweite ) vervollkommnet, und die alte Ordnung abgeschafft wurde. Die 9. und 10. Verse der Hebraeer lehren uns, dass der Ursprung der alten Tempel- und Gottesdienstformen dem Messias innewohnen und die alte Ordnund sein Schatten ist. Denn, Jesus hatte vorausgesagt, dass der alte Tempel abgerissen und innerhalb von drei Tagen ein neuer Tempel ( sein eigener Körper ) entstehen würde ( Johannes 2:19-22 ).

 

Hat dann die Pilgerschaft keinen Sinn mehr? Im Gegenteil, wie sollten grösseren Wert auf die Pilgerschaft legen. Denn, Orte, die mit der Geschichte des Gottesvolkes im Zusammenhang stehen, gewannen im Laufe der Jahrhunderte ganz andere Bedeutungen. Deshalb kann heute der christliche Glaube nicht einen einzigen geographischen Punkt als Wallfahrtsort betrachten. Denn heutzutage ist für den Gottesdienst nicht mehr ein Physischer Tempel( einziges Zentrum ) das Zentrum, sondern Jesus selbst.

( Johannes 2:19 ) Jesus antvortete und sprach zu ihnen: “ Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten. “ 20 Da sprachen die Juden: “ Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbaut worden, und du willsr ihn in drei Tagen wieder aufrichten? “ 21 Aber er redete von dem Tempel seines Leibes.

 

Wenn wir heute die Staetten besuchen, in denen Gott Kontant zum eigenen Volk aufnahm, stellen wir fest, dass diese Orte im Laufe der Jahrhunderte vielen Aenderungen unterlaufen sind. Durch die wunderbare Tat ( Kreuz ) , die der Messias fur uns vollbracht hatte, begreifen wir die Wichtigkeit der Arbeit Gottes in diesen Orten viel besser. Auf diese Art und Weise gelangt unsere Pilgerschaft zu ihrem wahren Sinn und Zweck. Was hat Gott in diesen Staetten unternommen? Was hat ER in seinen anderen Kirchen in der ganzen geschichte gemacht, und wie hat ER das alles gemacht? Unsere Pilgerschaft dient ihrem Zweck nicht, indem wir nur eine beliebige Staette besuchen, sondern indem wir begreifen, was Gott in diesem Ort in Vergangenheit getan hat und wie ER das alles unternommen hat, wie das Gottesvolk in diesen Orten seinen Taten entgegenkamen, ob sie glaeubig oder unglaeubig waren, und indem wir aus all diesen Aspekten eine Lehre für die heute lebenden Menschen entwickeln.

 

In der Kultur der Heiligen Schrift war der wichtigste Aspekt der Pilgerschaft das SICH ERINNERN an die vergangenen Handlungen Gottes. Der Besuch dieser Staetten gibt uns die Gelegenheit, über die Grosszügigkeit und das Urteil Gottes und über die Erlösung nachzudenken. Der christliche Glaube ist ein historischer Glaube; wenn wie die biblischen Staetten besuchen, werden wir zu Zeugen der Bestimmung des Zeitablaufs durch Gott.

Auf diese Art experimentieren wir die Leiden und die Glückseligkeit des Gottesvolkes, das in diesen Staetten gelebt hat. In Landschaften zu wandeln, in denen die Boten Gottes gewandelt haben, die ersten Kirchen Christentums zu besuchen, uns zu ERINNERN, welche Leiden unsere heiligen auf dem Wege Jesu Christi gehabt hatten und wie die Kirchenvaeter und die grossen Theologen auf demselben Weg mit Gott gewandelt hatten, gibt uns die Gelegenheit, eine Rechenschaft von unserem seelischen Zustand abzulegen.

 

Der Messias gab das Brot, den Wein und das Wasser als Sakramente ( Gottes Tafel und die Taufe ) an die Kirche, um uns dadurch an geistige und unendliche Werte zu ERINNERN. Ebenso beabsichtigte Gott, als ER die Pilgerschaft einleitete, und natürliche Dinge aus weltlichem Material benutzte, dass wir viel tiefer über das Heilige Gesetz und über Gott nachdenken und unser religiöses Leben in Ordnung bringen. Dadurch, dass wir heute die Ruinenstaetten, in denen früher Christen gelebt haben, die Steine und Landschaften SEHEN, werden die wunderbaren Werke Gottes für die früheren Christen und für uns heute unseren Augen klarer SICHTBAR.

Last Updated ( Monday, 04 January 2010 22:21 )